Informationen über unsere Gemeinde

Fragen zur Taufe (teilweise übernommen von der Internetseite der EKD = Evangelische Kirche in Deutschland)


Taufe in St. Stephan
Taufen finden in St. Stephan vorwiegend in den Gemeindegottesdiensten statt. Im Sommer in der sogenannten "Taufkappelle", im Winter im Gemeindehaus. Die Möglichkeit einer sogenannten "Traufe" (Trauung + Taufe) gibt es auch. Die Kombination von Trauung und Taufe ist durchaus auch an einem Sonnabend vorstellbar. Voraussetzung für die Kindertaufe ist die Zugehörigkeit eines Elternteiles zur Evangelischen Kirche oder bei älteren Kindern mit einem eigenem Taufwunsch die Verantwortungsübernahme durch die Paten. Bei Jungend- oder Erwachsenentaufen ist die Teilnahme am Taufseminar erforderlich. Dieses Glaubens- bzw. Taufseminar wird in der Regel 2x im Jahr von Pfarrer Weinert angeboten. Termine erfragen Sie bitte telefonisch.


In welchem Alter sollte ein Kind getauft werden?
Meistens werden die Kinder im ersten Lebensjahr getauft. Aber auch eine spätere Taufe ist möglich, wenn das Kind schon bewusst wahrnimmt, was geschieht.

Was spricht für eine Kindertaufe?
Die Geburt eines Kindes ist ein Geschenk Gottes. Eltern antworten darauf, indem sie ihr Kind taufen lassen. Gott spricht in der Taufe den kleinen Kindern seine Liebe zu, unabhängig davon, wie sie sich verhalten. Eltern und Paten haben dann die Aufgabe, stellvertretend für die Kinder den Glauben zu bezeugen und den Kindern von ihrem christlichen Glauben, aber auch von ihren Zweifeln zu erzählen. Später in der Konfirmation bekräftigen die Jugendlichen selbst ihr Ja zum Glauben an Jesus Christus. DieTaufe ist einmalig und kann auch mit einem Kirchenaustritt nicht aufgehoben werden. Einmal getauft, immer getauft. Deshalb wird eine Wiedertaufe  kirchenrechtlich abgelehnt. In der Augsburger Bekenntnisschrift heißt es: " Von der Taufe wird gelehrt, dass sie heilsnotwendig ist und dass durch sie Gnade angeboten wird; dass man auch die Kinder taufen soll, die durch die Taufe Gott überantwortet und gefällig werden, d.h. in die Gnade Gottes aufgenommen werden. Deshalb werden die verworfen, die lehren, dass die Kindertaufe nicht richtig sei."


Was ist eine Nottaufe ?
Wenn ein Ungetaufter sehr krank ist und zu sterben droht, wird eine Nottaufe vorgenommen. Diese Taufe kann jeder Christ und jede Christin ausführen.


Welche Unterlagen brauchen wir für die Taufe unseres Kindes ?
Bitte wenden Sie sich an Pfarrer Weinert, um einen Termin für das Taufvorgespräch und die Taufe zu vereinbaren. Von ihm erfahren Sie alles Notwendige. In der Regel benötigen die Paten eine Patenbescheinigung des Pfarramts am Wohnort der Paten über die Berechtigung zum Patenamt. Wenn Sie als Eltern ein Familienstammbuch haben, bringen Sie es bitte zum Taufgespräch mit.


Muss mein Kind konfirmiert werden oder reicht die Taufe ?

Zur Kirchenmitgliedschaft reicht zwar die Taufe. Aber zusammen mit vielen Freunden in der Konfirmationsgruppe den christlichen Glauben verstehen zu lernen, ist bereichernd und schön. So empfehlen wir die Trennung von Taufe und Konfirmation.


Kann mein Kind zum Konfirmandenunterricht gehen ohne getauft zu sein ?
Ihr Kind kann am Konfirmandenunterricht teilnehmen. Die Konfirmation ist die Bestätigung der Taufe. Wenn das Kind nicht getauft ist, so wird das Kind in der Regel am Ende des Konfirmandenunterrichts getauft. Nicht selten ist die Osternacht, die wir in unserer Gemeinde am Ostermorgen um 5.30 Uhr feiern, ein passender Tauftermin.


Kann man sein Kind taufen lassen, wenn beide Eltern nicht in der Kirche sind ?
In der Regel nicht! Ein Elternteil sollte der Ev. Kirche angehören.
 

Kann ich mein Kind gegen den Willen des anderen Elternteils taufen lassen ?

Gegen den Willen entweder des Vaters oder der Mutter ist die Taufe des Kindes nur möglich, wenn dieser Elternteil nicht das Sorgerecht inne hat. Ist die Ehe z.B. geschieden, liegt das Sorgerecht aber gemeinsam bei Vater und Mutter, setzt die Ausgestaltung der gemeinsamen elterlichen Sorge Einvernehmen voraus in Angelegenheiten, die für das Kind von erheblicher Bedeutung sind. Dazu gehört auch die Taufe. Können sich die Eltern nicht einigen, kann (schlimmstenfalls) das Familiengericht angerufen werden.

Oft hilft auch ein klärendes Gespräch mit dem Pfarrer oder der Pfarrerin.

Was bedeutet die Taufe ?
Die Taufe ist in erster Linie die Zusage der Liebe und des Segens Gottes. Mit dem Akt der Taufe wird der Täufling in die Gemeinschaft der Christinnen und Christen aufgenommen.


Muss ich mich erneut taufen lassen wenn ich die Konfession wechsle oder wieder eintrete ?
Die Taufe ist im Verständnis aller christlichen Kirchen etwas Einmaliges und kann daher nicht wiederholt werden. Bei einem Wiedereintritt in die ev. Kirche oder bei einem Übertritt in die röm.-kath. Kirche wird nicht noch einmal getauft. Bei einem Übertritt in eine orthodoxe Kirche wird allerdings die Salbung nachgeholt. Beim Übertritt zu einer sog. orientalisch orthodoxen Kirche (Syrisch-Orthodox, Armenisch-Apostolisch, Koptisch-Orthodox, Äthiopisch-Orthodox) gibt es unterschiedliche Praktiken.


Wer sorgt für den Schmuck der Kirche ?
Wir bitten die Tauffamilie, den Taufstein bzw. die Bronzetaufe und falls es gewünscht ist, auch die Taufkapelle, zu schmücken. 


Dürfen wir während des Gottesdienstes fotografieren oder filmen ?
Fotografieren oder filmen ist in unserer Gemeinde erlaubt, wir bitten allerdings darum, dass eine Person das Filmen oder Fotografieren übernimmt, um unnötige Unruhe zu vermeiden. Nach dem Gottesdienst ist es in jedem Falle möglich, noch Bilder zu machen.


Wie soll der Täufling während der Taufe gekleidet sein ?
So bequem und dabei so festlich wie möglich. In vielen Familien gibt es Taufkleider, die von Generation zu Generation weitergegeben werden. Das ist eine schöne Tradition. Sie könne sich auch in unserer Gemeinde ein Taufkleid ausleihen.


Was kostet die Taufe ?
Grundsätzlich ist die Taufe für die Kinder von Kirchenmitgliedern kostenlos.


Wer kann Pate oder Patin werden ?
Alle getauften Christinnen und Christen, deren Kirchen der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) angehören. Jedoch sollte ein Pate evangelisch sein, d.h er sollte mindestens 14 Jahre alt sein. Wer allerdings aus der Kirche ausgetreten ist, hat damit das Recht aufgegeben, Taufpate sein zu können. Taufzeugen sind wir alle!


Wann endet das Patenamt ?
In der evangelischen Kirche formal nach der Konfirmation. In der katholischen Kirche endet die Patenschaft nicht.


Gibt es eine ökumenische Taufe ?
Nein. Da die Taufe zugleich die Aufnahme in eine konkrete Gemeinschaft ist erfolgt sie immer innerhalb einer Konfession.

 

Wo finde ich einen Taufspruch ?

Entweder suchen Sie im Internet unter www.taufspruch.de.  oder Sie greifen einfach zur Bibel und schlagen dort nach.